wie es funktioniert - Gernsheim hilft

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Freifunk.Net
Freifunk Gernsheim  


Ein Hilfsprojekt von Thomas H. Bornhofen, 64579 Gernsheim


Ziel ist es zum einen das klassische freies WLAN in die (Innen-)Stadt zu bringen und zum anderen auf diesem Wege alle Unterkünfte, in denen sich Asylbewerber oder auch alle Bürger, die sich kein Internet leisten können, hiermit zu versorgen.
Wie sind an die Darmstädter Freifunk Gruppe angeschlossen, daher heißt unser Netz auch darmstadt.freifunk.net.

Ein durchaus angenehmer Nebeneffekt ist, wenn sie sich einmal im Netz angemeldet haben, also egal wo Sie sich in Südhessen aufhalten, sie werden mit Ihren Geräten automatisch eingebucht.

Wie Freifunk funktioniert


Der Stand der Dinge
Jeder ist heute im Besitz eines privaten Internetzugangs, den er sowohl per Kabel als auch über WLAN verwendet. Über das WLAN ist jedoch nicht nur Internet, sondern auch das eigene Heimnetzwerk erreichbar. Will man nun den Internetzugang teilen, so steht man unmittelbar vor zwei Problemen:

  • Mit dem WLAN-Zugang steht dem Gast neben Internet in der Regel auch noch das persönliche Heimnetzwerk offen: Dateifreigaben, Drucker, Komponenten des "Internet der Dinge" wie Licht, Strom und Heizungssteuerung.
  • Verursachen Gäste über den eigenen Internetzugang rechtliche Probleme, so haftet man als Störer.

Dies führt zu Vorbehalten, anderen Zugang zum eigenen WLAN-Netzwerk zu gewähren. Die Folge sind zahllose eigenständige Netze, auf die jeweils nur der jeweilige Betreiber Zugriff hat. Ist man unterwegs, muss man so das Volumen seines Mobilfunk-Datentarif aufbrauchen oder für einen kommerziellen WLAN-Hotspot zahlen. Will man Daten mit seinen Nachbarn austauschen, so müssen die Daten dennoch einen Umweg über das Internet nehmen.

Freifunk als gemeinschaftliches Netzwerk   
Benachbarte Router, die mit der Freifunk-Firmware betrieben werden, bauen untereinander das Freifunk-Netzwerk auf, durch das sie auf direktem Wege Daten austauschen können, ohne den Umweg über das Internet nehmen zu müssen.
Diese Funkverbindungen können je nach Modell Entfernungen von einigen dutzend Metern bis hin zu mehreren Kilometern überbrücken und so auch Gebiete erreichen, die nur rudimentär oder gar nicht an das Internet angeschlossen sind.
Der Zugang zum Freifunk-Netzwerk ist mit jedem WLAN-fähigen Endgerät oder direkt per Kabel am Freifunk-Router ohne Registrierung oder Passwort möglich.

Einzelne Freifunk-Wolken verbinden sich
Da sich jedoch nicht alle Freifunk-Router untereinander per Funk erreichen, können sie sich außerdem verschlüsselt über das Internet miteinander verbinden.
Diese Anbindung an den Rest der Freifunk-Wolke wird von den Routern auch per Funk an benachbarte Freifunk-Router weitergegeben, so dass nicht jeder Router einen Internetzugang benötigt.

Das Heimnetz bleibt privat
Zu jedem Zeitpunkt bleiben Freifunk-Netz und Heimnetz strikt getrennt. Das gilt auch, wenn der eigene Router sich über die Internetverbindung im Heimnetzwerk mit dem Rest der Freifunk-Wolke verbindet. Aus dem Freifunk-Netzwerk heraus ist kein Zugriff auf das private Netzwerk möglich.

Zugang zum Internet
Über das Freifunk-Netzwerk steht auch ein Internetzugang zur Verfügung. Dieser erfolgt über eine Reihe von Gateways, welche den Verkehr erst von dort aus ins Internet weiterleiten.
Von welchem Freifunker-Router eine Verbindung ins Internet kommt, ist aus dem Internet nicht mehr erkenntlich. Somit lässt sich das Problem der Störerhaftung für Knotenbetreiber vermeiden.
Freies Internet bedeutet aber nicht, das alles frei ist. Bestimmte Dienste und Ports sind in den Gateways gesperrt, nicht alles ist zum Wohle der Allgemeinheit möglich. Weiterhin sind unsere Router in der Bandbreite (Upload/Download) gedrosselt, damit der Betreiber genügend Kapazität und Geschwindigkeit für sich behält. Zumeist bleiben aber immer noch 5000/500 für den Freifunk übrig.

WLAN bei Asylbewerbern und anderen Nutzern
Bei unserem Projekt in Gernsheim ist das Netz bei "privaten" Asylunterkünften komplett inkognito aufgebaut. Wo sich welche Knoten befinden, wie die Einspeisung realisiert ist usw. ist weder auf der Freifunk-Karte vermerkt noch sonst irgendwo nach Aussen dokumentiert. Hiermit ist die Privatspäre und auch der Schutz der Teilnehmer an diesem Projekt gewährleistet.

Bei den teilnehmen Gewerbetreibenden, Ärzten, Apothekern, Kirchen und Verbänden kann auf der Karte der Standort ermittelt werden. Der Standort einiger Privatleute ist ebenso auch auf der Karte erkennbar, allerdings sind keine Namen oder Adressen im Klartext ersichtlich, nur ein ungefährer Standort, damit die räumliche Abdeckung geprüft werden kann.


 
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